Was fällt Ihnen als erstes ein, wenn Sie an Uwe Johnson denken?
Die weite Landschaft Mecklenburgs mit ihren hohen Himmeln, Johnsons Roman „Mutmaßungen über Jacob“, Johnsons Schmerz über die deutsche Teilung.
Wie schätzen Sie die Bedeutung Uwe Johnsons und seines Werkes ein?
Johnson begeistert mich, weil seine Figuren und ihre Geschichten ein Zuhause haben, das sie ganz entschieden prägt: sprachlich wie mental, ihre Erinnerung wie ihre Gegenwart.
Welches Buch von Johnson muss man unbedingt gelesen haben?
Uwe Johnsons „Jahrestage“. Ich staune bis heute, wie Familiengeschichte bei Johnson Zeitgeschichte und Zeitgeschichte Familiengeschichte erzählt.
Warum gehört der Uwe-Johnson-Preis unbedingt in die deutsche Literaturlandschaft?
Sowohl beim Deutschland-Thema wie bei seiner literarischen Methode der Mutmaßungen ist Johnson für nachwachsende Schriftsteller eine Leitfigur. Durch den nach ihm benannten Literaturpreis lassen sich Nachfolge-Beziehungen aufdecken, die zu Johnson führen und zu den heutigen Preisträgern in seinem Namen.
Was wünschen Sie dem Preis?
Der Preis braucht Preisträger, die sich zu Johnson und seinem Werk bekennen. Dies nicht nur in ihrer Dankrede, sondern mindestens ihr weiteres halbes Schriftsteller-Leben.
Herausgegeben von Carsten Gansel, Bernd Neumann und Nicolai Riedel
Herausgegeben von Carsten Gansel, Bernd Neumann und Nicolai Riedel
Herausgegeben von Carsten Gansel, Bernd Neumann und Nicolai Riedel in Verbindung mit Ralf Zschachlitz
Herausgegeben von Carsten Gansel, Bernd Neumann und Nicolai Riedel in Verbindung mit Ralf Zschachlitz
Herausgegeben von Carsten Gansel und Nicolai Riedel
Herausgegeben von Carsten Gansel und Nicolai Riedel
Herausgegeben von Carsten Gansel und Nicolai Riedel

Markus Frank (geboren 1965 in Bremen) ist Rechtsanwalt bei Gentz und Partner. Markus Frank lebt in Berlin und ist seit 2012 Mitglied im Kuratorium des Uwe-Johnson-Preises.


Michael Hametner (geboren 1950 in Rostock) studierte Journalistik, Literaturwissenschaft und Germanistik in Leipzig. Hametner arbeitet als Kritiker für Hörspiel und Theater und war von 1994 bis 2015 bei MDR Figaro leitender Literaturredakteur und Moderator. Er begründete den MDR-Literaturwettbewerb und war u. a. Mitglied in der Jury für den Leipziger Buchpreis 2007 bis 2009. Er ist außerdem als Autor und Herausgeber aktiv und seit 2007 Mitglied der Jury für den Uwe-Johnson-Preis und für den Uwe-Johnson-Förderpreis. Hametner lebt in Leipzig.
René Strien (geboren 1953 in Solingen) studierte zunächst Rechtswissenschaften, später dann Germanistik und Romanistik an der Universität zu Köln. Nach einer Karriere als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Romanistischen Seminar der Universität zu Köln, war er 1989 bis 1993 als Lektor beim Gustav Lübbe Verlag (Bergisch Gladbach) tätig. 1994 wurde er Verlagsleiter des Aufbau Verlages Berlin; von 1995 bis 2014 war er Geschäftsführer des Verlages. Er ist Mitglied der Jury für den Uwe-Johnson-Preis und den Förderpreis.